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Das Bahrmannsche Brauhaus


Lage / Erreichbarkeit:

Adresse: An der Frauenkirche, 01662 Meißen - Zur Kartenansicht bei Google Maps

Zur Geschichte:

Errichtet wurde das Bahrmannsche Brauhaus zu Meißen auf gotischen Grundmauern bereits im Jahr 1570. Mit der Lage direkt im Zentrum der Stadt an der Frauenkirche erblickt man heute ein künstlerisch gestaltetes Giebelhaus aus der Zeit der Renaissance. Die erste urkundliche Erwähnung des Platzes bzw. Gebäudes kann auf das Jahr 1460 zurückverfolgt werden. Seinen Namen und seine Anerkennung erhielt das Brauhaus bis zuletzt durch die Vorfahren des heutigen Besitzers, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch Bier hinter den Gemäuern brauten.

Der Grundriss des Bahrmannschen Brauhauses erstreckt sich trapezförmig zwischen der Webergasse und der Rosengasse. Der Giebel blickt zum südwestlichen Marktzugang, wobei nicht nur dieser im Stile der Renaissance gehalten blieb. Insgesamt besteht das Bahrmannsche Brauhaus aus einem dreigeschossigen Vorderhaus und zwei Seitenflügeln. Viele Jahre gehörten die Gemäuer hinter der Fassade zum Stammhaus der Schwerter Brauerei. Das steinerne Gebäude wurde mit Bedacht als Brauhaus gewählt, um einen Funkenübersprung durch das lodernde Feuer zu verhindern. Der Türmer der nahegelegenen Frauenkirche musste den Vorgang ständig überwachen, da Funken schnell auf die Strohdächer der anliegenden Häuser überspringen konnten. In den 550 Jahren der Braugeschichte brach kein einziges Feuer aus.

1831 führte die sächsische Verfassung liberale Regelungen für die Entwicklung von Industrie und Gewerbe ein, wobei sich mehrere Brauereien der Stadt etablierten. Das Brauhaus ging an den Brau- und Malzmeister Johann Gotthelf Mühlberg und seinen Sohn, wobei den beiden der Brauerfolg versagt blieb.

Im Jahr 1868 ging das Gebäude aufgrund einer Versteigerung an Eduard Bahrmann, der bis heute Namensträger dieser Meißner Sehenswürdigkeit bleibt. Als Bierbrauer beherrschte er sein Handwerk gut und kreierte gar neue Sorten im Vergleich zum bekannten Meißner Braunbier. Nicht allein durch sein Schaffen und Werk gelang es der Stadt in den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Ständig vergrößerte er sein Gewerbe und baute in anderen Gebäuden weiter aus.

Anfang des 20. Jahrhunderts zogen sich die Brüder Bahrmann zurück und das Gewerbe wurde in die Schwerter Brauerei umbenannt. Mehrere Immobilien und ein Gastronomiebetrieb gehören zu diesem Unternehmen. Der Name Bahrmannsches Brauhaus blieb bis heute erhalten. Allerdings gab es 1913 einen größeren Umbau des Gebäudes zu Wohnzwecken. Heute erinnern noch die weiten und kühlen Keller sowie die großen Erdgeschosshallen an das einstige Brauwesen. Das prunkvolle Gebäude wurde von 1983 bis 2001 von der Meißner Verwaltung genutzt.

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